PurDu Slogan

Intuition, Emotionen und Empathie

Intuition

etwas betrachten, mit allen bewussten und unbewussten Wahrnehmungen.
Ein Spiegel, der möglichst rein, jenes zeigt, was ist.

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Nun schön und gut. Aber wie kommen wir jetzt, zu unserer reinen, absolut zu 100% richtigen,
unverfälschten Intuition?

Da wir alle Menschen sind, würde ich mich erdreisten zu behaupten, dies ist ein beinahe
unmögliches Unterfangen. Abgesehen davon, halte ich es für einen sehr demotivierenden
Anspruch, an sich selbst. Was ich für ganz wunderbar halte, ist eben genau dieser Aspekt, dass die
Intuition nicht willentlich zu kontrollieren ist. Es geht in diesem Leben, auch immer um uns Selbst.
Für mich wäre es eine eher trostlose Vorstellung, wenn ich selbst von mir glauben würde, ich habe
nichts mehr zu tun, nichts mehr zu entdecken, zu erforschen, an mir Selbst und für mich Selbst.
Deswegen bin ich hier, dies ist mein persönlicher Sinn. Auch „Fehler“, sind uns wichtige
Verbündete, beschenken uns oft mit tiefen Erkenntnissen, wenn wir sie von diesem nur negativen
Aspekt befreien.

Eine Entscheidung aufgrund von Intuition ist nicht völlig ohne Fehler. Wir können die Zukunft nicht
100%tig vorausberechnen. Auch nicht intuitiv. Allerdings bietet die Intuition über den Verstand
hinaus, sehr viel mehr Informationen, sehr viel mehr Möglichkeiten. Gerade weil wir nicht
eingreifen, nicht kontrollieren.

„Ist unser bewusstes Ich, eine Folge unseres unbewussten Selbst? Ich glaube, ja! Und ich glaube
auch, unsere Aufgabe ist, durchlässig zu werden, für die eigene Ich- und Selbstwerdung. Ich-
Kontrolle abzugeben, um unserem Selbst zu folgen.“
Andreas Zeuch, Berater für professionelle Intuition

Emotionen

Dieses Bauchgefühl... Bei kleinen Kindern kann man oft beobachten, dass egal wo ihnen körperlich
oder emotional was wehtut, alles so unbestimmt als Bauchweh bezeichnet wird. Nun wir sind
erwachsen geworden und haben gelernt körperliche Beschwerden besser zu differenzieren. Mit
emotionalen, seelischen Schmerzen sieht das oft anders aus. Auch Gedanken, Erinnerungen die wir
in die untiefen des Unterbewusstseins abdrängen, aus welchen Gründen auch immer, äußern sich
in Emotionen. Und was sind jetzt Emotionen? Ein Teil des „Geistes", ein mehr körperlicher Ausdruck
von Gedanken, Wertungen, Erfahrungen, die in Bewegung geraten sind. E MOTION.
Und genau da liegt auch der Grund, warum Intuition/ein Gefühl für etwas, genauso Unreinheiten
des eigenes Verstandes unterworfen ist. Denn der Zugang zu unserer Intuition erfolgt eben meist
zuerst durch ein „Gefühl" von etwas, ein „Gespür" für etwas, eine „Ahnung", ein Impuls, ein
plötzlicher Gedanke..
Nun kann es auch schlicht sein, das wir diesen oder jenen Menschen misstrauen, weil er jemanden
ähnlich sieht, der uns mal übers Ohr gehauen hat. Oder im positiven genauso, es kann auch sein,
das der Mensch dem wir sofort voll vertrauen dieses vertraute Gefühl nur der Tatsache verdankt,
das er eine für uns, vertrauenswürdige Stimmlage hat. Da gäbe es unzählige Beispiele.

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Empathie

Sich in einen anderen hinein spüren. Aus seiner Sicht sehen. Aus seinen Erfahrungen heraus, die
Reaktion, Emotion verstehen. Ein Stück durch seine Brille schauen.
Die Wissenschaft hält dafür ein Erklärungsmodell bereit, Spiegelneuronen. Diese Neuronen haben,
den Wissenschaftlern zufolge, die Fähigkeit die Neuronen des Gegenübers zu spiegeln. Also 1 zu 1
ihren Zustand anzunehmen. Oh Weija, das erklärt Phänomene wie, z.B.die extrem intensiven und
schnelle Ansteckung mit der nervösen und aggressiven Stimmung beim Weihnachtseinkauf oder
auch Massenpanik. Aber auch, der Partner der wütend, schmollend einfach nur in der Wohnung ist,
er tut nichts, er sagt nichts, trotzdem... u.s.w.
Ich gehe jetzt einen Schritt weiter, und sage, wenn es diese ganz kurze wirklich reine Spiegelung
dieser „fremden" Emotionen, in uns Selbst stattfindet, dann gibt es darauf auch eigene Reaktionen,
Gedanken, Emotionen, die wiederum die diese Wahrnehmung in uns auslöst. Wenn mein Partner
schmollend, schweigend in der Ecke sitzt, ist natürlich oft ein Anteil daran, das ich 1 zu 1 seinen
Groll mitfühle. Aber ein anderer Anteil könnte durchaus sein, das ich vielleicht, allem Schweigen
zum Trotz, doch glaube zu wissen, warum er schmollt. Wenn ich das auf mich Selbst beziehe,
annehme, dass er wegen mir grollt, ist es eine natürliche Folge, dass ich darauf reagiere mit
eigenen Emotionen. z.B. schlechtem Gewissen oder Wut wenn ich es als „ungerecht" einordne.

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Ein hohes Maß an Empathie, bringt immer die Herausforderung mit sich, sich der eigenen Gefühle
bewusst zu sein. Es gibt zwei Extremseiten, die Empathie in sich birgt. Das eine ist Mitleid, das
andere sind unbewusste, impulsive Reaktionen auf das was man im anderen wahrnimmt, bzw.
manchmal auch nur meint. Zu beachten ist auch: Jeder bewertet Emotionen anders. Für den einen
ist es „eine Schande" oder „Schwäche" traurig zu sein, für den anderen ist dies völlig in Ordnung.
Und Empathie ist oft nur eine Momentaufnahme. Wir sind meist nicht fähig das ganze in unserem
leeren Geist, ewig wie einen Film laufen zu lassen, ohne eigene Gedanken, Gefühle und
Bewertungen einfließen. Es ist oft, eher wie ein Foto der Gefühle des Anderen.
Und oft können wir, die mitgefühlten Emotionen des Anderen, nicht 100 Prozentig deren genauen
Ursache zuordnen. In welchen genauen Zusammenhang, zu welchen Gedanken, oder was genau
nun wirklich zu diesem Ausschnitt der Bewegung geführt hat, oder wie es weitergeht. Sich dessen
bewusst zu sein, hilft mir selbst oft ungemein. So behalte ich den Respekt, nicht zu glauben alles
besser zu wissen, und auch nicht ständig zu glauben ich könne über Andere völlig klar urteilen.
Bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen,
ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.
Indianische Weisheit

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Die Intuition fördern


Intuition entzieht sich der Kontrolle. Wir können ihr nur ein guter Gastgeber sein.
Was fördert den Zugang zur eigenen Intuition?
Meditation
Achtsamkeit für sich selbst und die Umgebung
Bewusstheit für die Wahrnehmungen
Spielerisches Erforschen meiner Selbst und meiner Umgebung
Loslassen ohne seine Visionen zu verlieren...
Was kann den Zugang zur eigenen Intuition behindern?
Bestimmte Glaubenssätze, wie z.B. Ich bin eben nicht intuitiv oder das hat man einfach oder nicht.
Ich muss...
mangelndes Vertrauen in sich Selbst oder anderen gegenüber
Zu glauben, alles kontrollieren zu müssen...

Intuition zu einer Lösung einladen


1) Frage formulieren, möglichst positiv
2) Zentrieren
3) Empfänglich werden
Atmen, beim ausatmen zählen. Wenn Du den Eindruck hast, Du bist ruhig und empfänglich,
die Frage stellen.
4) Imagination
5) Bild, Geruch, Film, Gedanke, Wort, Satz, ...
6) Erste Interpretation
Das Empfangene in die Mitte auf ein Blatt, Darum herum, alles was Dir dazu in Bezug auf
Deine Frage einfällt: Was bedeutet das für meine Frage?
7) Pause
Mach was anderes, weiterarbeiten, kochen, Spazieren gehen, oder ähnliches. Lass Deine
Frage erst mal los
8) Nochmal Interpretieren
weitere Einsichten zulassen, das Blatt Papier zur Hilfe nehmen

Transparenz und Ausdruck

Ich hab da kein gutes Gefühl bei der Sache...
Allein der Gedanke, etwas so kundzutun, lässt schon fast automatisch die Angst vor dem nach
bohren und auseinander nehmen, des rationalen Gegenübers in mir hochsteigen...
Das hab gewiss nicht nur ich, schon oft so erlebt. Also verstecken viele Menschen, solche Dinge all
zu oft, hinter vorgeschobenen rationalen Erklärungen. Allerdings sind die dann doch meist nicht so
standhaft und werden genauso angegriffen. Nur stehen wir selbst da gar nicht wirklich dahinter.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, das es sich an manchen Stellen lohnt, einfach dazu zu
stehen, das es eben so eins von diesen dubiosen Gefühlen ist, und auch, falls das gerade so ist, dass
ich dies nicht mal ansatzweise begründen kann. An anderer Stelle, nehme ich mir Zeit genauer
nachzuspüren.
Ausdruck und Kommunikation sind ein sehr breites Feld, das ich in diesem Rahmen nicht wirklich
ausführlich behandeln kann. Aber bei solchen nebulösen Sachen wie Gefühlen ist es ganz
besonders wichtig, bei sich zu bleiben. Und das ganze in ich-Botschaften zu präsentieren. ICH
fühle... Ich finde... Für mich ist das wichtig... Auch wenn Hobbypsychologen, dies dann gerne als
Narzissmus werten. Finde ich es viel bedenklicher, immer von Du zu sprechen.
Du solltest... Das macht man so... Weil Du... Du kannst doch nicht...
Das ist eben mit dem Finger auf andere zeigen. Wenn ich von mir spreche, ist es eher wie Finger
heben. Allerdings ab und an mit dem Finger zeigen, ist nicht generell nur schlecht und wir tun es
alle. Doch niemand mag es, wenn mit dem Finger auf ihn gezeigt wird und es fördert die
Kooperationsbereitschaft nicht gerade. Mein Gedanke dahinter, ist an dieser Stelle schlicht jener,
das es einfacher ist dahinter stehen zu bleiben. Wenn ich dem Anderen, ein nebulöses Gefühl zum
Ausdruck bringe, ist es eben meines. Über Gefühle gibt es nicht so wirklich viel zu diskutieren, die
sind eben da... Die Menschen, möchten in den meisten Fällen nicht, dass es einem anderen neben
ihnen schlecht geht. Und es ist auch wichtig, Dinge zu sagen, über die ich mir Gedanken auch am
Verhalten eines Anderen mache. In so einem Fall, ist es sinnvoll dies möglichst respektvoll zu tun,
einen anderen nicht dabei entwerten. Und möglichst neutral die Sache zu beschreiben und dann
die eigenen Gefühle zu vermitteln die das auslöst.

Schlussbetrachtung

Meiner Meinung nach lohnt es sich sehr, hinzuhören, was die eigene Intuition zu sagen hat. Was sie
mir mitteilen will. Auf was sie mich aufmerksam machen möchte. Im Beruf genauso wie im privaten
Bereich, kann sie eine unglaubliche Bereicherung sein. Lebendigkeit und auch Entspannung
bringen. Es wäre ein Unding ,über alles nachdenken zu müssen. Wirklich alles, analytisch prüfen zu
sollen. Jeder trifft täglich viele Entscheidungen intuitiv. Weder Ignoranz, noch nur unbewusste
Reaktion. Akzeptanz für die Intuition wäre vielleicht eine gute Möglichkeit.
Je mehr ich mich „Selbst", meine Vorlieben, Schwächen, Stärken, Werte und meine Reaktionen,
Emotionen, bewusst wahrnehme, umso „reiner" die Wahrnehmung, bewusst oder unbewusst. Und
damit auch die Intuition.

@ Martina Loihl-Kirchmayr

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